ESHA: Auktion Dressurpferde am 31. März

Am Sonntag den 31. März findet in De Molenheide in Schijndel die nächste Auflage des European Sport Horse Auction statt. Dieses Mal wird es ganz besonders, nur mit Dressurpferden. Insgesamt 45 überprüfte Pferde. Die meisten sind noch jung, aber manche haben auch Erfahrung im leichten Tour-Niveau, z.B. der Diamond Hit-Sohn Don't Worry. Die Auktion ist in Kombination mit der AES Hengstschau am Freitag  den 29. März und die jährliche Hengstshow am Montagabend, den 1. April.

Die European Sport Horse Auction hat mehrere Editionen. Alle organisiert durch ein Team, geleitet von Dennis Swennen aus Peer. In früheren Editionen fanden vor allem Springpferde einen neuen Besitzer, aber die Dressurpferde, die inzwischen verkauft wurden, brachten Dennis und sein Bruder Jurgen auf die Idee auch dafür eine Auktion zu organisieren.

“Wenn man eine Auktion nur für Dressurpferde organisiert, dann begeben wir uns in eine andere Welt als wir es gewohnt sind. Handel mit Dressurpferden unterscheidet sich vom Handel mit Springpferden. Wir bieten 40 junge Pferde, von 2 bis 4, und fünf gerittene Pferde, fast alle direkt vom Züchter an. Die meisten sind schon seit einem Jahr in unserem Stall, durch den wir sie durch und durch kennen. Am Freitag den 29. März können die Pferde gesehen und auch ausprobiert/geritten werden. Auch am Samstag tagsüber. Sonntagnachmittag geht die Auktion los, dann kann man nichts mehr testen. Und dann wollen wir eine Auktion ohne Quatsch, wir werden alle Pferde verkaufen.“


Don’t Worry Small Tour (v. Diamond Hit)

Eine Auktion ohne Quatsch? „Wir haben unsere letzte Auktion erlebt, dass zehn oder fünfzehn Menschen sich uns nachher näherten: wie geht es mit diesem oder jenem Pferd, denn das wird doch nicht verkauft sein. Sie sitzen in der Auktion und warten ab und dann denken sie, dass wir damit in Verlegenheit sind. Völlig falsch. Bei uns ist alles verkauft. Und da sind keine Dressurmenschen mit beteiligt. Tatsächlich umgehen wir die Leute, die den Dienst des Handels mit Dressurpferden machen, die überall dazwischen sind. Schauen Sie, diese Leute gönnen uns es nicht, also müssen wir damit nicht rechnen. Und Zwischenpersonen, die nach unzulässigen Mengen von Geld fragen, wollen wir nicht.“

Dennis merkt, dass Auktionen immer mehr und mehr einen Namen bekommen: “Wenn man eine Auktion nur organisieren will, um eine Show zu machen, dann sollte man aufhören, da diese wie Pilze aus dem Boden schießen. Bei solchen Auktionen kann ich Ihnen schon im Voraus sagen, welche Pferde im Voraus schon verkauft wurden, welche zurück gebracht wurden, usw. Und Pferde auf Auktionen zu kaufen, verbirgt auch oft Risiken. Das wollen wir nicht, Vertrauen muss da sein. Deshalb werden alle Pferde von dem Tierarzt Maarten Arts der Veterinärpraxis De Meijerij überprüft. Wenn jemand Interesse hat, können Sie gern Kontakt aufnehmen und eine Überprüfung durch einen eigenen Tierarzt, auf eigene Kosten, auch immer durchführen lassen. Aber uns ist nicht bekannt, dass irgend ein Pferd auffällig ist.

Berater der Brüder, Dennis und Jurgen Swennen, ist Kees van den Oetelaar, ein erfahrener Veteran mit Auktionen: “Ich habe das Mitbieten immer gehasst. Während der Auktion im September sagte ich noch gegen jemanden der mitbot: nicht mitbieten hier! Ich war in Den Bosch bei der Auktion und da hatte ich die Erlaubnis von einer schwedischen Frau, um bis zu 100.000 € zu gehen für einen jungen Hengst. Als ich sah, dass der Eigentümer immer überboten hatte, habe ich sofort aufgehört. Das ist der Quatsch, wovon Dennis redet. Ich versuche Sie zu unterstützen, weil Sie es bis jetzt immer sehr gut gemacht haben. Von der Auktion im September weiß ich mit Sicherheit, dass alle Käufer glücklich mit Ihren Pferden sind. Ich weiß auch, dass viele Ihre Pferde von der Auktion sehr gut weiterverkaufen konnten. Zudem weiß ich, dass die Pferde alle überprüft wurden. Aber mir ist auch bekannt, dass die meisten umfassenden Überprüfung eigentlich eine Verschwendung von Geld sind. Davon können Sie besser die Pferde füttern. Sie können eine Kartoffel so lange schälen, bis davon nichts mehr übrig bleibt. Aber wenn Menschen das trotzdem wollen, können Sie das tun.“

Die Organisation will die European Sport Horse Auction wachsen lassen bis sie sich einen Namen gemacht haben: ein Ort, an dem man einige Male im Jahr ein gutes Pferd zu einem fairen Preis bekommt. Dennis Swennen sieht, dass der Ansatz schon Früchte trägt: “Wir sind voll für den 31. März. Als wir hier und da erzählt haben, was wir mit den Dressurpferden machen wollen, war das Programm in kürzester Zeit voll. Wir haben auch gute Bedingungen: wir bitten 750,- € vom Verkäufer und 10% vom Käufer. Und wir decken immer die Karten auf, das sind Leute nicht oft gewohnt.“